Ihre Fahrerlaubnisbehörde hat erhebliche Eignungszweifel, weil es bei Ihnen in der Vergangenheit zu gravierenden Delikten kam die auf eine nichteignung zum Führen von Fahrzeugen hinweisen. Daher ordnet die Behörde eine medizinische psychologische Untersuchung (Straftaten MPU) an.

Eine MPU Vorbereitung wird hier dringend angeraten!

Gerade mal 0,1 Prozent aller MPU-Anordnungen in Deutschland ist eine MPU wegen Straftaten. Der Ausgang solch einer MPU ist meistens negativ, da sich der betroffene mit seinen Delikten nicht auseinandergestzt hat und keine Vermeidungsstrategien entwickeln konnte. Meistens führen solche Delikte auch zu Haftstrafen, wodurch die MPU bestimmt nicht leider wird auch wenn man im Glauben ist, dass durch die Haftstrafe ja man bereits schon genug bestraft worden sei. Allerdings beginnt nach der Haftentlassung eine so genannte Legalbewährungszeit die es zu beachten gibt.

Welche einzelne Delikte führen zur Straftaten MPU ?

Aber welche Fehlverhalten führen den eigentlich zu solch einer Fahreigungsuntersuchung? Wir haben hier verschiedene Delikte aufgeführt und kurz erklärt warum diese Fehlverhalte zu solch einer Untersuchung führt. Straftaten MPU Anordnungen wegen unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, fahrlässige Tötung und Mord, wurde nicht weiter daraufeingegangen da diese Delikte selbsterklärend sind.

  • Straßenverkehrsgefährdung

    Solche Delikte führen immer zu einer MPU, da in den meisten Fällen Ihnen Vorsatz unterstellt wird, bzw. eine Vorsatzverurteilung ausgesprochen wurde.

  • Beleidigung, Nötigung

    Nötigungen sind zum Beispiel das Anhupen, Gesten, dichtes Auffahren, Drängeln oder ähnliches.

  • Erhebliche oder wiederholte Verkehrsverstöße

    Ihre erheblichen Verkehrsverstöße sind meistens der Grund für die Anordnung einer Fahreignungsuntersuchung. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass Verkehrsteilnehmer, die bereits mehrfache Eintragungen im Verkehrszentralregister (VZR) aufweisen, besonders rückfallanfällig sind und zwar in immer kürzeren Rückfallintervallen. Dies gilt in der MPU auszuräumen, da im Vorfeld von aktenkundig gewordenen Vorfällen meist eine jahrelange Lerngeschichte vorausging.

  • Benutzung eines Fahrzeuges für Straftaten

    Gerade hier werden die Begutachtungsstellen und die Fahrerlaubnisbehörden bei der Eignungsüberprüfung sehr deutlich. Die MPU wird angeordnet wegen Einfuhr von Betäubungsmitteln (Drogen), Bankraub, Vergewaltigung, Zigarettenschmuggel usw.

  • Fahren ohne Fahrerlaubnis

    Bei einer Straftaten MPU des Fahrens ohne Fahrerlaubnis wird unterschieden zwischen jugendtypischen Verfehlungen wie die Benutzung eines frisierten Mofas (erloschene Betriebserlaubnis), werden diese Straftaten meist mit Geldstrafen und Auflagen durch Gerichten abgegolten. Währenddessen eine Fahren ohne Fahrerlaubnis mit einem Kraftfahrzeug erhebliche Zweifel an der charakterlichen Eignung zum Führen von Auto oder LKW rechtfertigt. Der Psychologe will natürlich in beiden Fällen hinterfragen wieso dies gemacht haben.

  • Straftaten, Aggressionspotential

    Die Fahrerlaubnisbehörde geht davon aus, dass gravierende Störungen der Verhaltenskontrolle vorliegen. Deshalb ist zu befürchten, dass Sie sich eventuell nicht an die Verkehrsregeln halten können. Somit befürchtet die Fahrerlaubnisbehörde die Missachtung der Rechte anderer Verkehrsteilnehmer und ordnet eine Straftaten MPU wegen Aggressionen an.

  • Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz

    Anordnung zur MPU erfolgt, wenn mehrere Verstöße dieser Art vorliegen, oder aber auch dann, wenn eine intensive Nutzung des unversicherten Kraftfahrzeuges über lange Zeit erfolgte.Insbesondere wird eine MPU erfolgen sobald noch weitere Delikte hinzukommen.